Katholischer Familienverband lädt in Fastenzeit zur Aktion "plusminus" 2026
Bild: Paul Klee - Ruhende Schiffe.
Der Katholische Familienverband der Diözese St. Pölten bietet mit der Aktion "plusminus" Anregungen für Aktivitäten in der Fastenzeit, die heuer von 18. Februar bis 4. April dauert, so Verbandsvorsitzender Peter Pitzinger. Das Angebot richtet sich an Familien, Kindergärten, Schulen, Jugendgruppen und Einzelpersonen mit oder ohne religiösen Hintergrund. Das Motto "Haben wir, was wir brauchen? Brauchen wir, was wir haben?" soll den Blick auf das Wesentliche im Leben richten und dazu anregen, über die eigenen Konsumgewohnheiten nachzudenken. Über die App "Gutes Leben" können Einzelpersonen ebenfalls teilnehmen und erhalten regelmäßig Anregungen für die Fastenzeit.
An Kinder und Jugendliche richtet sich der Familienverband mit eigenen Online-Fastenplakaten und der Aktion "40 Tage Fastenzeit - 40 gute Taten". Mit der einwöchigen "youngSummit-Challenge" können Jugendliche auf einem A3-Arbeitsplakat in sieben Schritten einen Berg erklimmen. Darauf aufbauend können sie sich konkrete Ziele für einen 7-tägigen Zeitraum stecken, dazu leiten Fragen an wie "Was willst du machen, um deine Werte zu leben und anderen zu helfen?" oder "Worauf willst du verzichten, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren?" Die Jugendlichen können täglich bei den markierten Stationen entlang des Aufstiegs notieren, was sie konkret getan haben, um ihre Ziele zu erreichen. .
Außerdem können Familien gemeinsam einen "Fastenstrauch" zum Blühen bringen, so Peter Pitzinger. "Jedes Familienmitglied überlegt sich ein Konsumgut, auf das in der Fastenzeit ganz oder teilweise verzichtet wird. Gelingt der Verzicht oder die Einschränkung, kann der Strauch täglich von einem Familienmitglied durch das Aufhängen entsprechend vieler Papierstreifen zur Blüte gebracht werden", lautet die Anleitung.
Hinter "40 Tage Fastenzeit - 40 gute Taten" stecken 40 Ideen, sich selbst oder anderen etwas Gutes zu tun, wie "Ich umarme jemanden ganz fest und sage dabei etwas Schönes" oder "Ich suche einen schönen Text und lese ihn jemandem vor". Zudem werden Texte und Geschichten zur Verfügung gestellt, die über die Fastenzeit und österliche Brauchtümer informieren.
Die Aktion richte sich mit drei Vorschlägen für ein "persönliches Fastenzeit-Experiment" auch an Menschen, für die der religiöse Hintergrund zur Fastenzeit weniger eine Rolle spielt, heißt es. So soll beim "Verzichtsexperiment" auf Alkohol, Süßigkeiten oder die Mediennutzung verzichtet werden, um wieder die "Genussfähigkeit zu schärfen" und "abgestumpften Konsum" durch die bewusste Entscheidung für Genussmittel zu ersetzen. Weiters werden Impulse für eine "Auszeit" und eine "Selbstbetrachtung" zur Verfügung gestellt.